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Computergestütztes Entwerfen | CAAD
Fakultät für Architektur | RWTH Aachen

Projekt M1 Virtuelle Museumsarchitekturen für digitale Objekte

Die Bewahrung des kulturellen und natürlichen Erbes als zentrale Aufgabe der Museen ist sowohl von essentieller Bedeutung für das Verständnis der eigenen, als auch der fremden Geschichte und Kultur. Diesen grundlegenden Beitrag der Museen zum interkulturellen Dialog gilt es in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.“ [ICOM 2017]

Thema:

VR in Aachen Foto:Thomas StachelhausFoto: Thomas Stachelhaus


In den Fokus der lebendigen Museumslandschaft und –wissenschaft sind in den letzten Jahren vermehrt neue, digitale Formen des Zugangs gerückt. Ergänzend zu physischen Museumsbauten und Ausstellungsarchitekturen in denen die Themen und Inhalte über reale Objekte erlebbar gemacht werden, können den Besuchern bspw. durch multimediale Überlagerungen zusätzliche Perspektiven und Zugänge geboten werden. Auch die Erstellung, Aufbereitung, Verschlagwortung, Archivierung und Bereitstellung von großen Mengen digitaler Reproduktionen von Objekten für ein weltweites Publikum ist ein großes Thema der jüngeren und gegenwärtigen Museumskultur. Durch Portale und Verbundkataloge wie Museum-Digital.de und Europeana werden Millionen von Objekten auffindbar und ihre Reproduktionen zugänglich für Alle. Die Unterschiede der Erfahrbarkeit zwischen „begreifbarem“ Originalobjekt auf der einen, und stark reduzierter (zweidimensionaler) Reproduktion auf der anderen Seite sind bedeutend. Die digitale Präsentation der Ausstellungen oder Kataloge z.B. im World Wide Web erfolgt heute meist überwiegend mittels Bild und Text. Vereinzelt werden neben multimedialen Aufbereitungen auch in „virtuellen Museumsrundgängen“ reale Gebäude möglichst fotorealistisch in virtuellen Umgebungen reproduziert. Dreidimensionale Formen, ihre Anordnungen, räumliche Gliederungen und Narrative, kurzum der Werkzeugkasten der architektonischen Gestaltung kommen momentan jedoch nur selten zum Einsatz.

Ziele:
Aufgabe des Projektes ist die Erarbeitung von Konzepten zur Präsentation und musealer digitaler Objekte in virtuellen und mixed-reality Umgebungen. Der Entwurf und die Ausformung dieser Umgebungen sollte dabei nicht (nur) mithilfe aus der „realen Welt“ bekannter Architekturprinzipien erfolgen, sondern darüber hinaus Mittel digitaler, diagrammatischer und mehrdimensionaler Informationsräume und passender Mensch-Maschine Schnittstellen untersuchen und einsetzen. Die wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit Methoden und Werkzeugen sowie das eigenständige Erarbeiten von Fragestellungen bilden dafür die Grundlage.
Begleitet wird der Entwurf durch Exkursionen, Führungen und Vorträge zur Museums- und Ausstellungskonzeption und –Gestaltung, Geschichtsdidaktik und verwandter Themen:

  • Haus der Geschichte in Bonn (Dr. Simone Mergen)
  • Route Charlemagne Aachen (Pia vom Dorp)
  • Institut Didaktik der Gesellschaftswissenschaften RWTH (Prof. Dr. Christian Kuchler)

Praktische Einführungen in technische Werkzeuge (immersive VR Systeme mit Head Mounted Display, screen-basierte 3D Umgebungen wie Game Engines, Informationsvisualisierungswerkzeuge etc.) erfolgen im begleitenden Modul CAAD.VR und bilden den Rahmen um eigene Entwürfe umsetzten zu können.

Abgabeleistungen:

  • Schriftliche Ausarbeitung einer Fragestellung, Wahl und Begründung einer geeigneten Methode und knappe Übersicht des Standes von Wissenschaft und Technik auf dem selbst gewählten Gebiet.
  • Konzeptionelle Ausarbeitung einer eigenständig erstellten Ausstellung digitaler Objekte.
  • Geeignete grafische und schriftliche Präsentation in digitaler Form.
  • Ausarbeitung eines gewählten Aspektes (Rücksprache mit Betreuern) in mit einem geeigneten Werkzeug (z.B. VR-Umgebung)
  • Präsentation und Demonstration in einem Abschlusskolloquium.
  •  Bereitstellung aller dokumentierte Quellen in digitaler Form.


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